Mit immer neuen Entwicklungen können wir uns stärker vernetzen, vom Bett aus im Internet surfen oder am Pool E-Mails abrufen. Was für die Branche sicher wie das gelobte Land klingt, nämlich eine flächendeckende Verbreitung von Tablets oder Smartphones, ist für Experten eine besorgniserregende Entwicklung. Denn auf diese Weise verbringen wir nicht nur unsere Freizeit im Internet, viele Beschäftigte sind für den Arbeitgeber rund um die Uhr erreichbar.
Eine Entwicklung, die sich nach Meinung vieler Experten nachteilig auf die Work-Life-Balance auswirkt. Denn wer immer und überall erreichbar ist, wird vom Kopf her ständig im Büro sitzen. Eine entsprechende Haltung vertritt etwa der Leiter der Abteilung Sicherheit, Gesundheit und Arbeit bei unseren Nachbarn in der Arbeiterkammer Wien. Hinzu kommt, dass viele Beschäftigte für diese Mehrarbeit keine Gegenleistung erhalten.
Mehr Stress macht schnell krank
Wie die Folgen dieser Entwicklung aussehen, bekommen nicht nur Ärzte zu spüren. Beschäftigte, für die Arbeit außerhalb der Bürozeiten Alltag geworden ist, klagen oft über physische und psychische Beeinträchtigungen. Denn unter der Mehrarbeit leidet nicht nur die Freizeit, oft bleibt auch das Familienleben auf der Strecke. Und laut einer britischen Studie der Chartered Society of Physiotherapy stehen stressbedingte Erkrankungen auch mit der Mehrarbeit zuhause in Zusammenhang.
Eine Lösung kann es oft nur geben, wenn die Unternehmen mitziehen und – wie in letzter Zeit in einigen Konzernen üblich – Mails und Nachrichten außerhalb der Arbeitszeiten nicht mehr an Beschäftigte weiterleiten.
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